Auftakt zur neuen Südwestmetall-Veranstaltungsreihe „Ettlinger !mpulse“ – Metallarbeitgeber sehen Unternehmen derzeit massiv unter Druck

Erstellt am: 22.03.2022

Koch: „Neben pandemiebedingten Lieferkettenproblemen treffen nun aufgrund des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine weiterer Materialmangel sowie stark gestiegene Energie- und Rohstoffkosten unsere Betriebe“

ETTLINGEN - Die erhoffte Rückkehr zur wirtschaftlichen Normalität wird sich nach Einschätzung der Metall-Arbeitgeber in der Region Mittlerer Oberrhein - Enz wohl auch in diesem Jahr nicht einstellen. „Neben den pandemiebedingten Lieferkettenproblemen treffen nun aufgrund des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine weiterer Materialmangel sowie stark gestiegene Energie- und Rohstoffkosten unsere Unternehmen“, sagte die Geschäftsführerin der Bezirksgruppe Mittlerer Oberrhein - Enz des Arbeitgeberverbands Südwestmetall, Cornelia Koch, am Dienstag in Ettlingen anlässlich des Auftakts der neuen Veranstaltungsreihe „Ettlinger !mpulse“.

Schwer verständlich sei, warum die Politik in dieser Lage nicht alle Vorhaben vom Tisch nehme, die die Unternehmen belasten würden, sagte Koch: „Dazu zählt auf jeden Fall die geplante Mindestlohnerhöhung auf 12 Euro, aber auch mega-bürokratische EU-Vorhaben wie die Lieferkettenrichtlinie oder die sogenannte Sozial-Taxonomie.“

Trotz aller Widrigkeiten müssten sich die heimischen Unternehmen weiterhin der Transformation im Zeichen von Digitalisierung und Dekarbonisierung stellen, unterstrich die Bezirksgruppen-Geschäftsführerin. „Mit den ‚Ettlinger !mpulsen‘ wollen wir die Unternehmen bei der Führung und dem Personalmanagement in diesem noch nie dagewesenen Wandel unterstützen“, erläuterte sie. Vier- bis fünfmal im Jahr solle mit Entscheidern und Personalverantwortlichen aus den Mitgliedsunternehmen darüber diskutiert werden, wie auch in Zukunft unter stark veränderten Bedingungen die richtigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gewonnen und für die künftigen Aufgaben qualifiziert werden könnten. Dabei werde es regelmäßig einen externen Gast als Impulsgeber für das jeweilige Schwerpunkt-Thema geben. Den Auftakt machte am Dienstag Prof. Dr. Stephan Fischer von der Hochschule Pforzheim. Sein Impulsvortrag befasste sich mit der Zukunft der Industriearbeit.

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